Eine Analyse, Reduktion und Rekonstruktion des lateinischen Zeichensystems.
Alle Minuskeln unseres lateinischen Zeichensystems lassen sich aus drei einfachen Grundformen konstruieren. Jedes Element definiert sich über bestimmte Regeln. Durch Anordnung in einem Schriftliniensystem (Raster) entstehen erkennbare Buchstaben. Das Ergebnis des ersten Teils meiner Arbeit ist ein dreißigteiliger Zeichensatz (sechsundzwanzig Kleinbuchstaben, drei Umlaute & ß).
Aufbauend auf diesem Ergebnis entstand im zweiten Teil ein neues System. Jeder Buchstabe kann mithilfe der Lagebestimmung von Kreissegment, Linie und Punkt neu interpretiert und abstrahiert dargestellt werden. Es entstand ein »Kachel-System« aus sieben neuen Elementen.
Durch die Kombination von mindestens zwei und maximal sieben Kacheln können die oben genannten dreißig Zeichen als »Kachel-Code« rekonstruiert werden. Nicht besetzte Felder bleiben frei, wodurch jedes Zeichen die gleiche Breite hat und eine eindeutige Decodierung möglich ist.
Das Endergebnis ist ein neuer Font: Käschtle.
STUDIENPROJEKT Betreut von Prof. Detlef Rahe
JAHR 2019